Tantalusqualen

Tantalusqualen
Tạn|ta|lus|qua|len 〈Pl.〉 nach der griechischen Sagengestalt Tantalus benannte Qualen, die man aussteht, wenn man etwas Ersehntes unmittelbar vor sich sieht u. doch nicht erreicht ● \Tantalusqualen ausstehen

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Tạn|ta|lus|qua|len <Pl.> [nach dem griech. Sagenkönig Tantalus] (bildungsspr.):
Qualen, die dadurch entstehen, dass etwas Ersehntes zwar in greifbarer Nähe, aber doch nicht zu erlangen ist:
T. leiden.

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Tantalusqualen
 
Der Ausdruck geht auf die griechische Mythologie zurück. Tantalus, ein Sohn des Zeus und mächtiger König von Phrygien, hatte die Götter an seine Tafel geladen und, um ihre Allwissenheit zu prüfen, ihnen das Fleisch seines getöteten Sohnes Pelops als Speise vorgesetzt. Die Götter bestraften ihn damit, dass er ewige Qualen von Hunger und Durst leiden musste. In einem See stehend, erreichte er nicht das Wasser zum Trinken, und die über seinem Haupt hängenden Früchte wehte der Wind aus seiner Reichweite, sobald er nach ihnen greifen wollte. - Man spricht scherzhaft und übertreibend von Tantalusqualen, wenn man sehr großen Durst leidet. Aber ebenso, wenn man etwas Ersehntes in greifbarer Nähe sieht, ohne es doch erreichen zu können.

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Tạn|ta|lus|qua|len <Pl.> [nach dem griech. Sagenkönig Tantalus, der zur Strafe für seine Freveltaten in der Unterwelt bis zum Kinn im Wasser stehen musste, jedoch seinen Durst nicht daran stillen konnte, da es vor ihm zurückwich, wenn er davon trinken wollte; auch von den über seinem Kopf wachsenden Früchten konnte er nicht essen, da der Wind sie wegblies, sobald er nach ihnen greifen wollte] (bildungsspr.): Qualen, die dadurch entstehen, dass etwas Ersehntes zwar in greifbarer Nähe, aber doch nicht zu erlangen ist: T. ausstehen, leiden.

Universal-Lexikon. 2012.

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